Wie ich zu meiner Spiritualität fand

Als Kind war ich ein andächtiger Schüler des katholischen Pfarrers. Die Kirche war ein beeindruckender Ort mit prunkvollen Elementen, die viel Ehrfurcht eingeflösst haben. Die katholische Kirche hat sich ja immer sehr gut darauf verstanden, einerseits die Menschen für sich zu vereinnahmen und andererseits einen Anspruch zu erheben, die alleinige, richtige! spirituelle Ordnung darzustellen und niemand sonst zuzulassen, so wie es wohl die meisten Religionen mit ihren Gläubigen machen.
Später durch Schule und Vorbilder aus der Verwandtschaft wuchs der Glaube an Wissenschaft, Technik und dem daraus erwachsenden Fortschritt. Ich glaubte nur noch was ich sehen und messen konnte, oder was „wissenschaftlich“ oder technisch untermauert war. Durch Freunde und enge Beziehungen gab es zwar den ein oder anderen Hinweis, dass es da auch noch eine andere Welt und Spirituelles, eben nicht immer „Beweisbares“ gibt. Das habe ich jedoch alles schnell als HokusPokus und Firlefanz beiseite geschoben.
Ich war jedoch zunehmend unglücklich mit dem, was ich erreicht hatte (oder nicht); ebenso mit den Menschen, die um mich herum waren oder mit denen ich mich umgeben hatte. Ich konnte das jedoch noch nicht vor dem Hintergrund sehen, dass da etwas fehlte, was ich heute meine persönliche Spiritualität nenne.

Nach allen Höhen und Tiefen, sowohl beruflich als auch privat, einer sehr wechselhaften Karriere, lebte ich etwa seit dem Jahrtausendwechsel in Bonn, also im südlichen Teil meiner Wahlheimat, des Rheinlandes. Dort spürte ich deutlich, dass es mit meinem Leben so nicht weiter gehen konnte und schob das vordringlich auf mein berufliches Umfeld. Ich wollte Veränderung.
Eine Mitarbeiterin, meine Assistentin Ingrid, liess mich in dieser Zeit erstmals praktisch lernen, dass es tatsächlich eine spirituelle Welt und Energien außerhalb der mir bekannten technisierten Welt gibt, die grenzenlos sind und nichts mit dem zu tun haben, was ich bis dahin erlernt hatte. Sie war damals „Prana-Schülerin“ und übte sich in energetischer Fernheilung. Manchmal, wenn sie einen Anruf Ihrer Kinder bekam führte sie seltsame Rituale aus, die meistens zur Folge hatten, dass alles schnell wieder in Ordnung war.
Als ich dann mal als Skifahrer mit etwas höher gesteckten Zielen unterwegs war, bat sie mich eindringlich, sie zwischendurch zu benachrichtigen, wie es mir unterwegs ergangen sei und ob alles in Ordnung ist. Nach einem Sturz, bei dem ich mir das Bein verdreht hatte, habe ich ihr das tatsächlich telefonisch erzählt und sie hat gemeinsam mit ihrer Lehrerin daran gearbeitet, dass es keine Nachwirkungen hat. Tatsächlich konnte ich am nächsten Morgen normal wieder auf Tour gehen und ich glaube heute fest daran, dass es einen großen Einfluss gegeben hat, denn solche Stürze waren in der Vergangenheit nie ohne weitere Folgen abgegangen.
Dieses Ereignis ist mir dann zwar positiv in Erinnerung geblieben, hatte aber noch keine weiteren Auswirkungen auf mein Handeln in der direkten Folgezeit.

Zu Beginn des Jahres 2012 nahm ich dann an einer Weiterbildungsmaßnahme teil, die von dem Berliner Unternehmer Ulrich Eckhardt angeboten und durchgeführt wurde. Es ging um den Start eines eigenen Business mit den Mitteln des Onlinemarketing und allem was dazu gehört.
Dabei räumte Ulrich zuerst einmal in unseren Köpfen auf und machte uns klar, wie wichtig das „Mindset“ für den erfolgreichen Unternehmer (und nicht nur den) ist. Was ich dort gelernt habe, ist heute eine wichtige Grundlage für alles, was ich an meine Klienten weitergebe. Das wichtigste war: Ich lernte zum ersten Mal die Grundlagen praktischer Spiritualität, komplett unabhängig von Religionen und anderen Doktrinen. Und: Große Erfolge sind nur mit einer entsprechenden Lebenseinstellung und dem passenden Mindset erreichbar.
Dann lernte ich als Gastdozent Eugen Simon kennen. Er ist der Kopf des Projektes „Gedankendoping“, wobei der Name des Projektes klar auf den praktischen spirituellen Anteil dessen hindeuten soll, was dort an Wissen und Fähigkeiten vermittelt wird. Er machte uns „Werkzeuge“ wie seine NLP-Prozesse schmackhaft und lud natürlich zu seinen Seminaren ein. Im Herbst 2012 ging ich dann tatsächlich zu einem sogenannten „Sprungbrettseminar“. Es war schnell zu spüren, welche Kraft die Methoden und Techniken auf das persönliche Mindset, also auch Weltbild und Spiritualität hatten und tatsächlich auch mein Handeln nachhaltig veränderten. Nachdem sich tatsächlich erste Erfolge auf der persönlichen Ebene zeigten, begann ich im Frühjahr 2013 mit dem Besuch der „großen Pyramide“ und erfuhr Veränderungen, die ich vorher nicht für möglich gehalten hätte. Ich rechne es beispielsweise der sogenannten Spiegelübung und der resultierenden Selbstliebe zu, dass ich seit dem Frühjahr 2014 ein stabiles Gewicht deutlich unter der adipösen Schwelle habe. Das hat damit zu tun, dass ich mein Unterbewusstsein derart konditionierte, dass ich in der Folgezeit fast automatisch die richtigen Schritte zur persönlichen Veränderung unternahm. Ich habe mich insgesamt auch äußerlich in einer Art und Weise verändert, die meiner Erfahrung nach dafür gesorgt hat, dass Personen, die neu in mein Leben treten, eine viel realistischere Sichtweise von meiner wirklichen Person bekommen.

Meine heutige Partnerin Anne habe ich ebenfalls anläßlich dieser Seminare im Herbst 2013 kennen gelernt, aber erst auf der abschließenden Reise nach Australien sind wir uns energetisch näher gekommen. Das was ich mit Anne im roten Land unter dem Einfluss dieser Umgebung und beispielsweise dem Uluru (besser bekannt als Ayers Rock) spüren und lernen durfte, hat meine Ansichten über Spiritualität und dem Wert unserer technischen und menschengemachten Umgebung dann endgültig und deutlich ins rechte Licht gerückt. Ich habe mich auch aufgrund meiner Erfahrungen mit unseren Ex-Partnern und Familien in der Folgezeit dann zeitweise zum Agnostiker entwickelt, aber mit der Überzeugung, dass die praktische Spiritualität die wichtigste Grundlage für persönliches Glück ist. Es gibt keine Religion, die das für sich beanspruchen kann, vor allem nicht mit Regeln, die die Gläubigen spirituell unfrei machen.
Klar ist: Praktische Spiritualität und ein Glaube, egal auf welcher Religion er basiert, sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.
Meine christliche Erziehung, meine Verbundenheit zur Natur und Erfahrungen, die ich anders nicht erklären kann, lassen mich heute an einen Gott (oder einen großen Geist) glauben, den ich für mich angenommen habe, nicht zuletzt weil es mein Leben einfacher macht. Das ist aber unabhängig von Religion, Kirche, Konfession oder gar einer Sekte.

Meine Spiritualität ist die wichtigste Grundlage für mein persönliches Glück!

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